Studie zum Nationalfeiertag: Schweizer sind optimistisch und politikinteressiert

 

30.07.12 - Anlässlich des Schweizer Nationalfeiertages am 1. August steht die Schweiz im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern.  Das Ergebnis: Schweizer sind optimistisch, interessiert an politischen Themen und scheuen keine Konflikte.

 

Anlässlich des 1. Augusts besinnen sich Schweizer gerne auf ihre Eigenständigkeit sowie die für sie typischen Wertvorstellungen. Doch welche zeichnen die Schweizer besonders aus?

Das Land gilt als ökonomisch stabil und kann dank dem starken Franken während der Euro-Krise besonders punkten. Auch der Ausblick in die Zukunft scheint ein positiver zu sein.  Die Mehrzahl der Schweizer würde sich selbst als optimistisch bezeichnen. Dies verrät eine Studie der Partnervermittlung eDarling.ch, welche die Angaben von 66,084 Schweizer, Französischer, Italienischer sowie Polnischer Singles analysierte.
 
Mit 82% Optimisten stellte sich die Schweiz sogar als das zuversichtlichste Volk heraus, gefolgt von den Polen (76%). Dieser Optimismus könnte nebst dem hohen Lebensstandard und der Unabhängigkeit von Problemen der EU mitunter auch an den Kontrollelementen der direkten Demokratie liegen. Vielleicht haben Initiativen, Volksabstimmungen und Referenden doch mehr Einfluss auf die Zufriedenheit der Bürger, als bisher angenommen.

Ein Grund für die funktionierende, direkte Demokratie könnte wiederum das rege Interesse der Schweizer für die Politik sein. Ein Viertel der Schweizer Singles, von jung bis alt, zählt die Politik zu ihren Interessen. Somit sind sie interessierter an politischen Themen als die Franzosen (20%), Italiener (18%) und Polen (16%). Alternativ ist dieses politische Interesse vielleicht auch das Resultat des demokratischen Einflusses der Bürger, die sich dank durchschnittlich 81 Volksabstimmungen jährlich  sehr intensiv mit politischen Fragestellungen auseinandersetzen dürfen.

Entgegen gängiger Stereotype, stellten sich die Schweizer als am wenigsten konfliktscheu heraus. Die Polen gaben dagegen zu 84% an, Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu gehen. Auch 78% der Franzosen und 66% der Italiener vermeiden Konflikte lieber. Im Gegensatz dazu, versucht nur die Minderheit der Schweizer (45%), Meinungsverschiedenheiten aktiv zu umgehen.  eDarling Psychologin Dr. Wiebke Neberich erklärt: „Die Anzahl der konfliktscheuen Schweizer ist möglicherweise deshalb geringer, da es ihrem Naturell eher entspricht, in einer Diskussion Kompromissbereitschaft zu signalisieren. Meinungsverschiedenheiten sind daher weniger zu fürchten, sondern können mit der Aussicht einen Konsens zu schaffen, angesprochen werden.“

 

Mehr Informationen finden Sie unter unserem Ratgeber, wie zum Beispiel Tipps und interessante Attraktionen für Singles aus der Schweiz.

Quellen:
Angaben von 66084 Singles (53% Männer) der Partnervermittlung eDarling aus der Schweiz, Frankreich, Italien und Polen;
Bundesamt für Statistik