Alleinerziehende sind wählerischer beim Dating

 

16.01.2012 Single-Eltern sind nicht nur überrepräsentiert auf Partnerportalen, sie sind auch deutlich kritischer, bei der Wahl des zukünftigen Partners. Neben Zuverlässigkeit und Kompromissbereitschaft des Partners ist den Alleinerziehenden auch die sexuelle Passung sehr wichtig. Die Beziehungsexpertin von eDarling schildert, weshalb es sich für einige Singles lohnt, intolerant zu sein, für andere jedoch nicht.
 

 

Alleinerziehende sind überrepräsentiert beim Online-Dating
Alleinerziehende Eltern trifft man mittlerweile nicht nur auf dem Spielplatz, sondern auch auf Online-Dating Plattformen. Während der Anteil der sogenannten „Eineltern“ bei der Partnervermittlung eDarling.ch 20% beträgt, liegt der Anteil der Eineltern 2009 in der Schweiz bei 6,4% . Es zeigt sich, dass Singles mit Kindern bei online Partneragenturen deutlich überrepräsentiert sind. Der sogenannte Match-Making Service scheint vor allem bei Single-Eltern sehr beliebt zu sein, als er eine der effizientesten Arten der Partnersuche ist. Ein Nutzer kann sofort angeben, ob er Kinder in einer Partnerschaft akzeptieren würde. Das klärt potentielle Meinungsverschiedenheiten frühzeitig, auch bei der christlichen Partnersuche.

 

Singles mit Kindern sind intoleranter bei der Partnerwahl
In einer Studie wurden 11´494 Schweizer eDarling Mitglieder befragt, wie wichtig Ihnen beispielsweise die persönlichen Werte, die Zuverlässigkeit oder die Kompromissbereitschaft des Partners seien. Das Resultat ist bemerkenswert. Bei allen Fragen sind die Single-Eltern deutlich anspruchsvoller. Für 32% der Single-Eltern ist es sehr wichtig, dass der Partner die Bereitschaft zeigt, Konflikte zu lösen. Nur 25% der Singles ohne Kinder sehen dies ebenso als sehr wichtig an. Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass alleinerziehende Singles auch intoleranter bei Themen sind, die ein Kind nicht direkt betreffen. Auch bei der Frage, wie wichtig die sexuelle Passung zwischen sich und dem Partner sei, gaben 39% der alleinerziehenden Singles an, dass dies ihnen sehr wichtig sei. Bei den kinderlosen Singles ist dies nur für 35% sehr wichtig.

 

 

Alleinerziehende Singles sind intoleranter als Singles ohne Kinder

 

 

Eine neue Partnerschaft birgt für alle Menschen ein gewisses Risiko. Was wenn man auf den falschen Partner setzt? Es wird für gewöhnlich viel an Bemühungen, Gefühlen und Zeit investiert. Umso schlimmer dann festzustellen, dass es doch der Falsche war. „Wenn man keine Kinder hat, ist dieses Risiko möglicherweise nicht ganz so hoch. Es geht ja schliesslich “nur” um einen selbst. Für Single-Eltern hingegen ist die Entscheidung für eine neue Partnerschaft automatisch eine Entscheidung, die auch die Kinder betrifft“, wie Wiebke Neberich, Dipl. Psychologin von eDarling schildert. Daher scheint es nachvollziehbar, dass Single-Eltern bei der Partnerwahl risikoaverser, bzw. intoleranter sind.
 

Das Risiko einer kritischeren Partnerwahl
Eine kritischere Partnerwahl zieht Konsequenzen nach sich. Zu anspruchsvolle Kriterien erhöhen die Chance, Mr. oder Mrs. Right zu verpassen. Was ist denn nun schlimmer? Sich auf ein Date einzulassen und anschliessend zu merken, dass man auf den Falschen gesetzt hat? Oder sehr strenge Kriterien anzulegen und dafür das Risiko eingehen, dem richtigen Partner nie zu begegnen?
„Für Singles ohne Kinder ist es auf Dauer “risikoreicher” Mr. oder Mrs. Right zu verpassen, wohingegen es für Single-Eltern möglicherweise risikoreicher ist, sich auf jemanden einzulassen, der nicht der passende Partner ist“, erläutert Beziehungsexpertin Neberich.